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Die Geschichte der Kreditkarte

Von der Pappkarte bis zur Mobile Wallet

Die Kreditkarte steht für weltweites bargeldloses Bezahlen und jede:r dritte Deutsche besitzt eine – Tendenz steigend. Wo sie ihre Ursprünge hat und wie sie zu der Kreditkarte geworden ist, die wir heute kennen, zeigen wir hier.

1888: Die erste Erwähnung

Erstmals genannt wurde der Begriff „Kreditkarte“ im Jahr 1888 in einem Science-Fiction-Roman: In „Ein Rückblick aus dem Jahre 2000 auf das Jahr 1887“ beschreibt der US-amerikanische Autor Edward Bellamy eine Utopie, in der es kein Bargeld gibt. Stattdessen bezahlen die Menschen mit „Kreditkarten“, von deren Wert bei jedem Kauf die entsprechende Summe abgezogen wird.

1894: Kreditkarten aus Pappe

Erste reale Kreditkarten gab es zwar bereits ab 1894, allerdings waren diese nur sehr eingeschränkt nutzbar: Wer als treue:r Kund:in eines Hotels mit seiner Papp-Kreditkarte zahlte, erhielt dort eine Zahlungskulanz, konnte also zeitlich versetzt eine Gesamtrechnung begleichen. Kaufhäuser, Restaurants und Verkehrsgesellschaften adaptierten in den folgenden Jahren diese Idee, doch die Spezialkarten unterschieden sich vom heutigen Konzept der Kreditkarte in einem entscheidenden Punkt: Sie wurden ausschließlich im ausgebenden Unternehmen vor Ort oder bei ausgewählten teilnehmenden Partnern akzeptiert.

1950: Die erste Kreditkarte: Diners Club

Die erste Universalkarte und damit „richtige“ Kreditkarte im heutigen Sinn war die Diners Club Card (siehe auch den #PaymentPower Podcast mit Mathias Müller). Entwickelt wurde sie vom US-amerikanischen Unternehmer Frank McNamera. Das Grundprinzip: Für alle Käufe in verschiedenen Restaurants und Geschäften, die mit der Kreditkarte bargeldlos getätigt werden, musste einmal im Monat eine Gesamtrechnung beglichen werden. Die Karteninhaber:innen zahlten für diesen Service einen Pauschalbetrag und die Händler:innen eine Transaktionsgebühr an das Kreditkartenunternehmen.

Ab 1958: Der Markt wächst

Der Erfolg der Diners Club Kreditkarte rief schnell Wettbewerber auf den Plan: Bank of America, American Express, Visa Card und Mastercard zogen als Erste nach und erweiterten das Leistungsspektrum – zum Beispiel durch flexiblere Rückzahlungsmodalitäten.

Ab 1980: Weiterentwicklung und Standardisierung

Karte durchziehen und bezahlen: Das geht seit 1980. In diesem Jahr wurde der einheitliche Magnetstreifen eingeführt, der die weltweite Nutzung und Akzeptanz der Kreditkarte ermöglichte. Zunehmend sicher und komfortabel wurde die Nutzung der Kreditkarte außerdem durch die Entwicklung des EMV-Chips (1996), der sicherer ist und mehr Speicherplatz enthält als ein Magnetstreifen. Sechs Jahre später kam als Standard die Near Field Communication (kurz: NFC) hinzu, mit der das kontaktlose Bezahlen universell umgesetzt wurde.

Die Kreditkarte in der Mobile Wallet

70 Jahre alt und immer noch zeitgemäß: Beim bargeldlosen Bezahlen von heute spielt die Kreditkarte eine wesentliche Rolle. Ob Apple Pay, Google Pay oder WeChat Pay – in vielen Mobile Wallets auf Smartphones und Wearables ist eine Kreditkarte hinterlegt.

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Bildquelle: © pixabay / Roman Ivanyshyn

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