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Vom „Amazon-Prinzip“ lernen: 5 Tipps für Händler:innen

Diese Prinzipien von Amazon, Zalando und Co. können Händler:innen für das eigene Geschäft nutzen

Amazon, Zalando und andere große Marktplätze haben den Handel verändert. Sie verkaufen nicht nur Produkte, sondern bringen Anbieter:innen und Käufer:innen zusammen, steuern Sichtbarkeit und setzen Standards an Service, Lieferung und Bezahlung. Für Händler:innen heißt das: Sie können diese Plattformen als Vertriebskanal nutzen. Gleichzeitig konkurrieren sie mit ihnen um Aufmerksamkeit, Kundennähe und Kaufentscheidungen.

Dabei können Händler:innen einiges von Amazon & Co lernen, ohne das Ziel zu haben, selbst eine riesige Plattform zu werden. Viele Prinzipien lassen sich auch im eigenen Onlineshop oder am Point of Sale anwenden. Fünf Punkte sind dabei besonders wichtig:

1. Reibungslose Prozesse schaffen Vertrauen

Kund:innen kaufen dort, wo sie sich sicher fühlen. Plattformen wie Amazon schaffen dieses Vertrauen über klare Informationen, verlässlichen Service, einfache Rückgaben und einen Bezahlprozess, der reibungslos funktioniert.

Für Händler:innen ist das ebenfalls ein wichtiger Hebel im eigenen Onlineshop – einer, der nicht nur den großen Websites vorbehalten ist. Ein professioneller Checkout mit allen gewünschten Zahlungsmethoden ist heutzutage für jeden machbar. Gerade das Bezahlen ist ein sensibler Punkt und als letzter Schritt im Kaufprozess besonders wichtig. Transparente Hinweise zu Sicherheit, Lieferung und Rückgabe helfen auch, denn sie zeigen: Hier kann ich bedenkenlos kaufen.

2. Sichtbarkeit gezielt steuern

Plattformen überlassen Sichtbarkeit nicht dem Zufall. Sie investieren in Suchfunktionen, Empfehlungen, Werbung und ein Nutzererlebnis, das Kund:innen schnell zum passenden Angebot führt. Für Händler:innen heißt das: Sichtbarkeit muss aktiv gesteuert werden. Im eigenen Onlineshop gilt das genauso wie auf den Marktplätzen. Klare und aussagekräftige Kategorien, hilfreiche Produktinfos, relevante Suchbegriffe und passende Kampagnen oder Social-Media-Posts machen den Unterschied.

3. Daten konsequent auswerten

Plattformen wie Amazon treffen Entscheidungen datenbasiert. Sie analysieren Kaufverhalten, Retouren oder Abbruchquoten und optimieren daraus Sortiment, Preise und Prozesse. Auch Händler:innen können mit einem entsprechend aufgestellten Onlineshop viel aus ihren Daten lernen. Das geht zum Beispiel mit der Omnikanal Zahlungslösung von VR Payment, die smarte Reportings liefert und sich sogar mit dem Ladengeschäft verknüpfen lässt.

4. Kooperationen schaffen Mehrwerte

Plattformen leben davon, dass viele Anbieter, Services und Partner an einem Ort zusammenkommen. Dadurch entsteht für Kund:innen ein breiteres Angebot und für die Plattform mehr Relevanz. Dieses Prinzip lässt sich auch kleiner denken. Händler:innen müssen dafür keine riesige Plattform aufbauen. Oft reichen gezielte Partnerschaften, um das eigene Angebot sinnvoll zu erweitern.

Als Beispiel: Ein Fahrradhändler könnte Reparaturservices, Zubehör oder Versicherungen in den eigenen Shop integrieren. Kund:innen bekommen mehr aus einer Hand, der Shop gewinnt an Nutzen und bleibt dadurch stärker im Gedächtnis.

5. Ein eigenes Profil schaffen

Plattformen machen Angebote leicht vergleichbar. Kund:innen sehen Preise, Lieferzeiten, Bewertungen und Verfügbarkeit auf einen Blick. Für Händler:innen steigt dadurch der Druck: Wer nur über einzelne Produkte sichtbar wird, konkurriert schnell vor allem über den Preis. Deshalb brauchen Händler:innen ein klares eigenes Profil. Sie sollten zeigen, wofür ihr Geschäft steht und warum Kund:innen gerade bei ihnen kaufen sollten. Das kann durch persönliche Beratung, spezialisierte Sortimente, lokale Nähe, schnellen Service oder eine klare Haltung gelingen. Entscheidend ist der Gesamteindruck: vom ersten Besuch im Shop über die Bezahlung bis zum Service nach dem Kauf.

Fazit: Plattformprinzipien für das eigene Geschäft nutzen

Große Plattformen setzen Maßstäbe im Handel. Sie zeigen, wie wichtig Funktionalität, Sichtbarkeit, Daten, starke Partner und ein klares Profil geworden sind. Für Händler:innen liegt darin eine Chance: Sie können diese Prinzipien aufgreifen und passend für das eigene Geschäft nutzen. So entstehen Einkaufserlebnisse, die Kund:innen Orientierung geben, Vertrauen schaffen und noch mehr Gründe liefern, wiederzukommen.

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