So bezahlen Kund:innen heute im Einzelhandel
Was die neue EHI-Studie 2026 über Karten, Bargeld und Mobile Payment verrät
Die EHI-Studie „Zahlungssysteme im Einzelhandel 2026“ macht deutlich, wie sich das Bezahlverhalten in Deutschland verändert. Mobiles und kontaktloses Bezahlen gehören inzwischen für viele Kund:innen ganz selbstverständlich zum Einkaufsalltag. Für Händler:innen lohnt sich deshalb der Blick auf die eigene Zahlungsakzeptanz: Welche Zahlarten werden angeboten – und passen sie zu den Erwartungen der Kundschaft? Wir stellen die wichtigsten Erkenntnisse aus der Studie vor.
Kartenzahlung setzt sich weiter ab
Die Zahlen zeigen einen klaren Trend: Bargeld verschwindet nicht, doch Kartenzahlungen bauen ihre Bedeutung weiter aus. Rund zwei Drittel des Umsatzes im stationären Handel (65,1 Prozent) werden inzwischen per Karte erzielt. Die girocard bleibt mit 40,5 Prozent weiterhin die wichtigste Zahlungsart. Internationale Debitkarten wie die von Visa und Mastercard holen jedoch auf. Sie stiegen von 6,9 Prozent im Vorjahr auf aktuell 9,4 Prozent und liegen damit noch vor den Kreditkarten mit 8,2 Prozent. Für Händler:innen heißt das: Kund:innen erwarten eine breite Auswahl an gängigen kartengestützten Zahlverfahren. Wer diese anbietet, vermeidet unnötige Hürden beim Bezahlen und verbessert das Einkaufserlebnis.
Was der Einkaufsbetrag über die Bezahlart verrät

Ein Blick auf den durchschnittlichen Bon zeigt: Die Größe des Warenkorbes beeinflusst die Art des Bezahlens. Kleinere Beträge werden gerne noch in bar beglichen – mit einem Durchschnittsbon von 16,16 Euro. Je höher der Betrag, umso eher greifen Kund:innen jedoch zur Karte. Die Debitkarten von Visa und Mastercard haben bereits einen Durchschnittsbon von 29,60 Euro, dicht gefolgt von der girocard mit 33,67 Euro und Kreditkarten mit 37,14 Euro. Bei größeren Anschaffungen gewinnen dagegen flexible Zahlungsoptionen an Bedeutung: Rechnung oder Finanzkauf (Ratenzahlung) können dann im Einzelfall den Kaufabschluss erleichtern. Sie haben einen deutlich höheren Durchschnittsbon von 125 Euro.
Mobile Payment: Smartphone-Bezahlung wird zur Gewohnheit

Mobile Payment wächst besonders dynamisch. Bereits 19,26 Prozent aller kartengestützten Zahlungen erfolgen inzwischen über Smartphone oder Smartwatch. Viele Kund:innen hinterlegen ihre Karte dafür in einer Wallet-App wie der VR Banking App, Google Wallet oder Apple Pay und bezahlen am Terminal kontaktlos mit ihrem mobilen Endgerät. Freigegeben wird die Zahlung dann bequem per Gesichtserkennung, Fingerabdruck oder Gerätecode. Die eigentlichen Kartendaten werden dabei nicht übertragen, sondern durch sogenannte Token ersetzt. Das macht Mobile Payment nicht nur komfortabel, sondern auch besonders sicher – und beliebt.
Für Händler:innen bedeutet das: Mobile Payment ist längst Teil der regulären Kartenakzeptanz. Moderne Bezahlterminals verfügen standardmäßig über die notwendige NFC-Technologie. Wer kontaktlose Kartenzahlung akzeptiert, schafft damit in der Regel auch die technische Grundlage für Zahlungen per Smartphone oder Smartwatch.
Fazit für den Point of Sale
Die EHI-Studie zeigt: Kund:innen erwarten heute flexible und komfortable Möglichkeiten zum Bezahlen. Für Händler:innen lohnt es sich deshalb, die eigene Zahlungsakzeptanz regelmäßig zu überprüfen und an veränderte Gewohnheiten anzupassen. VR Payment unterstützt dabei mit passenden Lösungen – vom stationären Terminal bis zur mobilen Zahlungsannahme unterwegs.