Mobile Payment wächst
Wie sich Händler:innen auf neue Bezahlgewohnheiten einstellen
An der Kasse des Cafés geht es blitzschnell: Die Kundin zückt ihr Smartphone und bezahlt ihr Croissant in weniger als zehn Sekunden. In dieser kurzen Zeit hat der nächste Kunde in der Schlange noch nicht einmal Gelegenheit, ungeduldig zu werden. Möglich wird dieser schnelle Bezahlvorgang durch Mobile Payment, das bargeld- und kontaktlose Bezahlen mit Wallets, also digitalen Portemonnaies, in Smartphones oder Wearables wie Smartwatches und Ringen. Früher als Nerd-Thema abgestempelt, setzt es sich nun immer weiter durch.
Dass Mobile Payment sich im Alltag etabliert, zeigen auch die aktuellen Zahlen der EHI-Studie: „Zahlungssysteme im Einzelhandel 2025“. Das Institut befragt für diese jährliche Erhebung mehr als die Hälfte aller Unternehmen in Deutschland; für das Jahr 2024 stechen die Daten zu Mobile Payment besonders hervor. Ein Blick auf diese Ergebnisse zeigt, dass immer mehr Kund:innen das Smartphone und dahinterliegende „New Debit“-Karten nutzen, um ihre Einkäufe zu bezahlen. Gleichzeitig sinken die durchschnittlichen Bongrößen – ein klarer Hinweis, dass Mobile Payment längst nicht nur für große Beträge relevant ist.
Hallo digitale Wallets
Immer mehr Kund:innen greifen zum Smartphone statt zum Portemonnaie – Mobile Payment wird damit vom praktischen Extra zur beliebten Bezahlmethode. Kein Wunder, denn das Smartphone ist ohnehin stets griffbereit. Damit laufen Zahlungen besonders schnell und unkompliziert. Zudem ersetzt die biometrische Authentifizierung die PIN-Eingabe am Kartenlesegerät. Diese Geschwindigkeit lässt den Anteil von Mobile Payment im Zahlungsmix schneller wachsen als jede andere Bezahlmethode, wie die Zahlen des EHI zeigen: Innerhalb eines Jahres hat sich der Anteil mobiler Zahlungen von 7,49 Prozent auf 12,85 Prozent fast verdoppelt. Konkret bedeutet das: Zückten im Jahr 2023 beim Bäcker noch sieben von 100 Kund:innen Smartphone oder Smartwatch, um ihre Brötchen zu bezahlen, waren es 2024 bereits 13. Doch damit Mobile Payment funktioniert, braucht es die passenden Karten in den Wallets – und auf Händlerseite die entsprechenden Akzeptanzen.
New Debit – New Player
Mit der wachsenden Bedeutung von Mobile Payment spielen die „New Debit“-Karten – allen voran die internationalen Debitkarten von Visa und Mastercard – eine zentrale Rolle. Sie eigenen sich hervorragend für die Hinterlegung in Wallets und sind darüber hinaus wegen ihrer E-Commerce-Fähigkeit und der internationalen Akzeptanz beliebt. Innerhalb eines Jahres stieg ihr Anteil am Gesamtumsatz von 4,1 auf 6,9 Prozent. Dieses Wachstum ist beeindruckend. Zum Vergleich: Die girocard bleibt die meistgenutzte Karte, sie büßte aber im selben Zeitraum einen knappen Prozentpunkt ein.
Während die internationalen Debitkarten zunehmend in analogen und digitalen Geldbörsen Einzug halten, schwächelt die Akzeptanzseite. Mehr als ein Viertel der befragten Unternehmen haben keine Kreditkartenakzeptanz – und können damit keine „New Debits“ annehmen. Für Kund:innen ohne girocard bleibt in so einem Fall oft nur die Barzahlung. Viele Geschäfte hinken also noch hinterher, wenn es darum geht die von Kund:innen gewünschten Bezahlmethoden anzubieten.
Kleine Summen, große Erwartungen
Selbst bei geringen Summen möchten Kund:innen immer häufiger bargeldlos zahlen. Die EHI-Studie bestätigt diesen Trend: Die durchschnittlichen Bongröße, die mit Debit- oder Kreditkarte bezahlt wird, liegt inzwischen bei 33,02 Euro. Vorbei sind die Zeiten, in denen die Kreditkarte bis zur nächsten Großanschaffung zuhause im Safe lag. Es ist davon auszugehen, dass sich die Durchschnittsbons von Kartenzahlung immer weiter der Bargeldzahlung, aktuell bei 15,35 Euro, annähern werden.
EHI-Prognosen zufolge wird Bargeld in fünf Jahren nur noch bei Beträgen unter zehn Euro dominieren. Im Umkehrschluss wird bargeldlose Bezahlung weiter an Bedeutung gewinnen – ein zusätzlicher Anreiz für Händler:innen, ihre Payment-Infrastruktur konsequent auszubauen. Wer auch kleinere Beträge mobil oder kontaktlos akzeptiert, erfüllt die Erwartungen seiner Kundschaft und sichert sich entscheidende Vorteile gegenüber Wettbewerbern. Diese Erkenntnis ist nun im Handel angekommen.
Terminal-Tuning
Erstmals seit 2021 wollen Händler:innen wieder in die Modernisierung ihrer Payment-Infrastruktur investieren. Das umfasst unter anderem die Aktualisierung von Bezahlterminals und mobilen Kassengeräten, die schnelle, kontaktlose Zahlungen ermöglichen. 53,6 Prozent der Händler:innen planen, diese Ausgaben innerhalb der kommenden beiden Jahre ein. Damit reagieren sie gezielt auf das veränderte Zahlverhalten ihrer Kund:innen – auch beim Bezahlen mit Google Pay, Apple Pay sowie der VR Banking App. Wer jetzt nicht mitzieht, riskiert, Kund:innen an die Konkurrenz zu verlieren – und verpasst die Chance, sein Geschäft zukunftssicher aufzustellen.
Händler:innen, die jetzt auf moderne Payment-Lösungen setzen, machen ihr Geschäft zukunftssicher und steigern gleichzeitig die Kundenzufriedenheit. Aktuelle Terminals und breite Kartenakzeptanzen ermöglichen es, den veränderten Zahlungsgewohnheiten gerecht zu werden. Dafür gibt es auch einfache Komplettpakete, die für kleine und mittelständische Händler:innen geeignet sind: Mit VR pay Kompakt etwa erhalten Händler:innen alle gängigen Bezahlarten zum transparenten monatlichen Fixpreis – inklusive Kredit- und Debitkarten für Mobile Payment.
Bildquelle: © VR Payment