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Kontaktlos auf Erfolgskurs

Die NFC-Bezahlung mit der girocard knackt erneut den Rekord vom Vorjahr

Der bargeldlose Zahlungsverkehr in Deutschland entwickelt sich dynamisch weiter und die girocard spielt dabei eine zentrale Rolle. Die aktuellen Jahreszahlen zeigen eindrucksvoll, wie stark sich das Zahlungsverhalten verändert hat, wie selbstverständlich kontaktloses Bezahlen inzwischen ist und wo dennoch natürliche Grenzen dieser Entwicklung liegen.

Girocard bleibt „State of the Art“ im deutschen Zahlungsverkehr

Auch im Jahr 2025 hat die girocard ihre starke Position im stationären Handel bestätigt. Mit rund 8,3 Milliarden Transaktionen lag die Nutzung erneut deutlich über dem Vorjahr. Damit bleibt sie die meistgenutzte Debitkarte an deutschen Ladenkassen. Der Gesamtumsatz über die girocard lag bei etwa 308 Milliarden Euro und damit leicht über dem Niveau von 2024. Ein Grund für diese Entwicklung ist die weiter wachsende Akzeptanz im Handel: In Deutschland sind inzwischen mehr als 1,34 Millionen Terminals aktiv, an denen Kund:innen mit der girocard bezahlen können. Das ist ein Zuwachs von über 11 % gegenüber dem Vorjahr.

Für Händler:innen bedeutet das vor allem eines: Kartenzahlung gehört heute fest zum Alltag. Immer mehr Kund:innen greifen selbstverständlich zur Karte, auch bei kleineren Beträgen. Das zeigt sich nicht zuletzt am durchschnittlichen Transaktionswert von rund 37 Euro, der in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken ist. 2019 lag der durchschnittliche Bezahlbetrag noch bei knapp 47 Euro.

Kontaktloszahlen auf einem neuen Höchststand

Der Trend zum „einfach Vorhalten“ setzt sich klar fort: Im Dezember 2025 wurden rund 88,5 % aller girocard-Zahlungen kontaktlos durchgeführt – ein neuer Rekord.

Neben der klassischen Plastikkarte kommen dabei zunehmend auch mobile Wallets auf Smartphones und Smartwatches zu Einsatz. Immer mehr Menschen hinterlegen ihre Kartendaten in digitalen Geldbörsen oder nutzen Bezahlfunktionen direkt über ihre Banking-App. Ein Trend, von dem auch Händler:innen profitieren: schnellere Bezahlprozesse verkürzen Wartezeiten an der Kasse und erhöhen den Durchlauf.

Wird irgendwann alles kontaktlos? Wahrscheinlich nicht. Ein Grund dafür sind die technischen Voraussetzungen: Noch nicht alle im Umlauf befindlichen Karten unterstützen NFC – „Near Field Communication“, den Funkstandard zur kontaktlosen Datenverarbeitung. Manch ältere Karten oder Spezialkarten können nur kontaktbehaftete Zahlungen verarbeiten. Hinzu kommen wichtige Sicherheitsmechanismen: Bei Zahlungen mit physischer Karte wird weiterhin ein „Einstecken“ und die PIN-Eingabe zur Kundenauthentifizierung verlangt, wenn es um höhere Beträge geht oder mehrere kontaktlose Transaktionen aufeinander folgen, auch wenn es dann nur Kleinstbeträge sind. Natürlich spielt auch das Verbraucherverhalten eine Rolle. Manche Kund:innen bevorzugen schlicht die PIN-Eingabe.

Es wird immer Menschen geben, die bewusst bei klassischen Bezahlmethoden bleiben, sei es aus Gewohnheit, Sicherheitsbedenken oder persönlichen Präferenzen. Händler:innen können dem aber leicht Rechnung tragen: mit Flexibilität bei den Bezahloptionen, der Akzeptanz möglichst vieler Zahlungsarten und moderner Technik, die auch neue Bezahlarten unterstützt.

 

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