Der Checkout entscheidet: Welche Zahlarten Kund:innen online erwarten
Was die Zahlen der Bundesbank-Studie über die Erwartungen von Kund:innen im Onlinehandel aussagen.
Im Onlinehandel entscheidet der Checkout häufig darüber, ob aus einem gefüllten Warenkorb tatsächlich ein Kauf wird. Kund:innen erwarten einen schnellen, vertrauenswürdigen und möglichst einfachen Bezahlprozess. Die Bundesbank-Studie „Zahlungsverhalten in Deutschland 2025“ zeigt: Besonders beliebt sind Online-Zahlungsverfahren, die vertraut sind und sich ohne Umwege nutzen lassen. Für Händler:innen lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf den eigenen Payment-Mix.
Online-Shopping gehört für viele zum Alltag
Die Bundesbank-Studie zeigt: Online-Shopping ist für viele Menschen längst selbstverständlich geworden. Immer mehr Kund:innen kaufen regelmäßig im Internet oder über Apps ein. Mit der steigenden Nutzung wachsen aber auch die Erwartungen an den Bezahlprozess. Der Checkout sollte deshalb genauso reibungslos funktionieren wie die Warenauswahl – unabhängig davon, ob am Desktop oder auf dem Smartphone eingekauft wird.
Vertraute Zahlarten schaffen Vertrauen
Beim Bezahlen im Internet greifen Kund:innen vor allem auf Verfahren zurück, die sie kennen und denen sie vertrauen. Laut Bundesbank entfallen rund die Hälfte aller Online-Bezahlvorgänge auf Bezahlverfahren wie PayPal oder vergleichbare Wallet- und Kontolösungen. Bei den Umsätzen verschiebt sich das Bild: Hier spielen Lastschrift und Überweisung mit 45 Prozent eine besonders wichtige Rolle. Gerade bei höheren Warenkörben bevorzugen viele Kund:innen Zahlungsarten, die ihnen zusätzliche Kontrolle oder Flexibilität bieten.
Mit Wero betrachtet die Bundesbank außerdem erstmals die neue europäische Bezahllösung. Zum Zeitpunkt der Befragung hatten bereits fünf Prozent der Befragten ein Wero-Konto eingerichtet – ein Hinweis darauf, dass sich der Markt für Online-Payment kontinuierlich weiterentwickelt.
Die Zielgruppe entscheidet über den Payment-Mix
Die Studie zeigt außerdem deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen. Jüngere Kund:innen zwischen 18 und 24 Jahren nutzen Online-Bezahlverfahren bei knapp 70 Prozent ihrer Online-Einkäufe. Bei den über 65-Jährigen verteilt sich das Zahlungsverhalten deutlich ausgewogener auf Online-Bezahlverfahren, Lastschrift, Überweisung und Kreditkarte.
Für Händler:innen bedeutet das: Der optimale Payment-Mix hängt auch von der Zielgruppe ab. Wer vor allem jüngere Kund:innen anspricht, sollte digitale Bezahlverfahren prominent anbieten. Wer eine breitere oder ältere Zielgruppe erreicht, sollte klassische Zahlarten weiterhin sichtbar und einfach zugänglich halten.
Was Online-Händler:innen mitnehmen können
Ein guter Checkout bietet Auswahl, ohne zu überfordern. Kund:innen erwarten Zahlungsarten, denen sie vertrauen und die ihren Einkauf einfach abschließen lassen. Deshalb lohnt es sich, den eigenen Checkout regelmäßig zu überprüfen: Welche Zahlarten werden tatsächlich genutzt? Wo brechen Kund:innen den Kauf ab? Und passt das Angebot noch zur Zielgruppe?
Wer seinen Payment-Mix an den Erwartungen seiner Kund:innen ausrichtet, schafft die Grundlage für einen einfachen Checkout und erhöht die Chancen auf einen erfolgreichen Kaufabschluss.